And the end…

Wie alles ausging: Die Erkältung trollte sich wieder, und ich verbrachte meinen letzten Urlaubstag in downtown Melbourne, ohne spezielles Ziel, auf Entdeckungstour. Natürlich knallte am Dienstag die Sonne vom Himmel. Ich hatte Zeit für ein Frühstück im Freien auf der Fitzroy Street und einen letzten Abstecher zum Ozean, der ruhig und unschuldig und sehr blau in der Sonne lag. Die Zeitungen sage, dass Victoria momentan den regnerischsten Frühling seit Menschengenken erlebt. Ab Donnerstag ist schon wieder Mistwetter angekündigt.

Trotzdem fiel die Abreise schwer, und die kleine Abschiedsmelancholie wuchs sich zu einem größeren Urlaubsendkummer aus, als ich während des Rückflugs nach Sydney noch einmal viele unserer Stationen aus der Luft sehen konnte: Canberra, die Blue Mountains, Lake Jindabyne und die Skyline von Sydney. Der Anschlussflug nach Singapore hatte nicht weniger spektakuläre Ausblicke zu bieten – auf zerfurchte, rotglühende Outbacklandschaft, auf einen Sonnenuntergang über den Wolken und zum Abschluss auf die strahlende, nächtliche Skyline der malayischen Hauptstadt.

In Singapore war ich noch einmal kurz busy, weil ich mir eine Bodkarte für den letzten Teil der Reise besorgen musste (der Computer in Melbourne hatte sie noch nicht ausspucken wollen). Was für ein Glück, denn so wurde ich auf einen der noch nicht gefüllten Plätze im hinteren Teil der Maschine gebordet, hatte zwei Sitze für mich allein und konnte wunderbar schlafen. Während Quantas es schaffte, mich nach 13.000 Kilometern und zweimal umsteigen pünktlich (und damit meine ich auf die Minute) 5.15 Uhr in Frankfurt abzusetzen, empfing mich die Deutsche Bahn mit einem Ersatzzug, der auch noch mit fast 30-minütiger Verspätung abfuhr. Gegen Mittag, 32 Stunden nach dem Abflug in Melbourne, stand ich schließlich vor meiner Haustür in Leipzig.

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