Cairns

Als wir Cairns anflogen wurde es bereits dunkel, die Wolken hingen immer noch schwer und dunkel am Himmel, die untergehende Sonne schickte ein goldenes Licht durch einige kleine Lücken am Horizont und ich fragte mich, ob ich aufgrund des Wetters schon in die Regenzeit geraten bin. Ich erreichte den Flughafen um 18.30Uhr, es war bereits Nacht aber die Temperaturen betrugen immer noch tropische 27Grad. Auch die Luftfeuchte war enorm hoch. Ich holte mein Gepäck und wartete auf den Shuttlebus, der mich für 10$ zu meinem Hostel bringen sollte. Zuvor mussten allerdings noch die anderen Passagiere zu ihren Unterkünften gebracht werden und so kam ich erst gegen 8Uhr an. Ich checkte ein und als ich dann schließlich mein Zimmer im Northern Greenhouse betrat, traute ich meinen Augen nicht. Ein geräumiges 6Bettzimmer, mit eigenem Kühlschrank, Spüle, Kleiderschrank und Bad mit Dusche (!!!). Alles war sehr sauber, der Boden war gefliest und einen kleinen Balkon gab es ebenfalls. Es gab einen Pool, einen Lounge mit vielen Sofas und eine Bar in der jeden Mittwoch und Sonntag gepokert wurde. Alles in allem war ich sehr zufrieden mit meiner Wahl, auch wenn die Preise mit 28$ pro Nacht recht hoch waren, fand ich sie mehr als angebracht.
Meine erste Nacht schließ ich durch, seit langem das erste Mal. Am nächsten Morgen gönnte ich mir eine Schüssel Cornflakes vom gratis Frühstück und machte mich fertig die Stadt zu erkunden. Das Wetter war wechselhaft, immer noch hingen schwere und dunkle Wolken am Himmel, die sich einen erbitterten Kampf mit der Sonne lieferten. Ich schaute mir zunächst die Schwarzen Bretter der anderen Hostels an, um mir einen Überblick über die gebotenen Mitfahrgelegenheiten zu verschaffen. Nach den ersten Hostels wurde mir dabei eines klar: Die Angebote war mehr als bescheiden. Niemand bot eine Mitfahrgelegenheit an, aber dafür gab es viele die eine suchten. Meine Chancen Cairns in einer solchen Mitfahrgelegenheit zu verlassen waren verschwindend gering. Das trübte meine Stimmung und ich begann zu überlegen, wie ich jetzt am besten weiterreisen würde. Ich schlenderte durch die Straßen, während der heiteren Abschnitte brannte die Sonne auf mich herunter. Ein frischer Wind weht von den bewaldeten Bergen herab, die die Stadt umrundeten, und brachte trieb immer wieder dicke Wolken über die Kuppen. Cairns an sich hatte ca. 100.000 Einwohner und lag in einer malerischen Bucht genau an der Mündung eines Flusses. Entlang der wunderschön hergerichteten Uferpromenade reihte sich ein Geschäft an das andere und ich begann die Angebotenen Ausflugziele zu studieren und Preise zu vergleichen. Für insgesamt 277$ buchte ich drei unterschiedliche Tagesausflüge in 3 unterschiedliche Himmelsrichtungen. Schon am nächsten Morgen sollte losgehen und nachdem ich mir mein Abendessen in der Hostelküche zubereitet hatte (leider funktionierten ein paar Geräte nicht) schaute ich mir noch einen Film auf einer großen Leinwand in der Lounge an und ging früh zu Bett.

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