Dann nehme ich eben den Bus

Die restlichen zwei Tage in Cairns verbrachte ich damit meine Weiterreise zu planen und vorzubereiten. Eigentlich wollte ich mir ja eine Mitfahrgelegenheit suchen, hatte damit aber keinen Erfolg, da es einfach keine Angebote gab. Ich überlegte mir also entweder einen Campervan oder einen Kleinwagen zu mieten. Nachdem ich bei verschiedensten Verleihfirmen angefragt hatte, wurde mir schnell klar, dass auch das keine Lösung war. Denn leider waren Schulferien und alle Kleinwagen waren an Australier verliehen und ebenso die Campervans. Das einzige was mir jetzt noch übrig blieb, war ein Busticket zu kaufen. Aber wo sollte es hingehen. Ich musste mir zunächst also erstmal im Klaren werden, was ich als nächstes sehen wollte. Meine erste Wahl  viel auf die nächst größere Stadt Townsville. Nachdem ich mich allerdings mit ein paar Leuten unterhalten hatte, rieten sie mir davon ab. In dieser Stadt gab es nämlich eine amerikanische Militärbasis und wie ich leider schon öfter feststellen musste, sind die Amerikaner nicht wirklich die angenehmsten Mitmenschen, und das wollte ich mir nicht unbedingt antun. Meine zweite Wahl fiel damit auf einen kleinen Ort namens Mission Beach. Da sollte es zwar nicht mehr als 1500Einwohner geben, aber dafür ein paar der schönsten Strände an der Ostküste. Über das Internet buchte ich mich also für 6Nächte in das Absolute Backpackers ein, für 24$ die Nacht. Noch schnell ein Greyhound Busticket für 30$, dank internationalem Studentenausweis, besorgt und schon war alles geritzt. Die Abende verbrachte ich mit einem Koreaner und zwei deutschen Mädels, die hier ein  Auslandssemester absolvierten. Für nur ein Semester in Melbourne bezahlten sie unglaubliche 7500$ pro Person, und das waren nur die Studiengebühren. Dazu kamen noch die Kosten für Unterkunft, Essen und und und.
Am letzten Tag nach dem auschecken aus dem Hostel schleppte ich also meine Habseeligkeiten einmal quer durch die Stadt zum Busterminal. Die Greyhound Busse sind in einem sehr guten Zustand, mit genug Beinfreiheit und meistens sind es so wenige Passagiere, dass man zwei Sitze für sich beanspruchen kann. Außerdem werden während der ganzen Fahrt DVDs über einen großen Fernseher gezeigt. Mit der üblichen halben Stunde Verspätung ging es dann endlich los und nach nur 2Stunden musste ich auch schon wieder aussteigen. Während der Fahrt überlegte ich mir, dass ich, wenn ich die 6Nächte in Mission Beach hinter mich gebracht hatte, ich schon 14Tage an der Ostküste war, und nur ca. 150km weit gekommen war. Bis Sydney, wo ich spätestens am 29.Oktober sein musste, weil am 30.Oktober da meine Schwester landen würde um mich zu besuchen und mit mir zu reisen, waren es noch gute 2600km. Zunächst wollte ich in Mission Beach aber erstmal die Schulferien aussitzen, in der Hoffnung, dass alles etwas billiger wird.

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Vin Oktober 8, 2008 um 14:25

Hi,

ich fliege Sonntag auch für 6-12 Monate nach Australien. Bin wirklich sehr gespannt! Kannst Du mir zufällig nen Tipp geben, wie Du ins Web kommst? Habe x UMTS-Angebote durchgelesen, jedoch sind die ziemlich teuer! Wie sieht es mit W-Lan in Hostels oder unterwegs aus?

Vielen Dank im Voraus!

cu
Vin

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Sophie Oktober 10, 2008 um 10:11

Ich verfolge deine Australien-Geschichten schon seit einer Weile und ich bin sooo neidisch!!! Ich will auch wieder nach Australien 🙁

Liebe Grüße nach Down Under von Sophie 🙂

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Robin Oktober 10, 2008 um 11:46

Hi Vin,

in jeder Stadt gibt es Internetcafes, viele bieten auch Wireless an. Mit den Hostels ist es genau so.

Grüße,

Robin

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Robin Oktober 13, 2008 um 07:59

Hallo Sophie,

vielen Dank. Es ist wirklich super hier, komme gerade von meinem Segeltrip zurueck und der war fantastisch. Schau dir auf jeden Fall die Whitsundays an buche auf der Derwint Hunter.

Gruesse,

Robin

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