Die Ostküste, eine Zusammenfassung

Ende September wechselte ich mit einem Flug von Perth nach Cairns von der Westküste zur Ostküste und von Süden nach Norden. Cairns war zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich verlassen, zumindest hatte ich diesen Eindruck. Das war wohl auch darauf zurückzuführen, dass das Klima langsam von der Trocken- zur Regenzeit überging. Die Campervan gestaltete sich daraufhin sehr schwierig, da innerhalb von nur wenigen Wochen beinahe die gesamte Flotte sich auf den Weg Richtung Süden befand. Dies sollte man bei seiner Reiseplanung unbedingt mit berücksichtigen. Ich war mit dem Bus unterwegs und hatte von Cairns bis Sydney ca. 330$ dafür ausgegeben. Die Busse von Premier fahren nur einmal am Tag aber sie sind dafür wesentlich günstiger als die Greyhoundbusse. Einen Unterschied in der Qualität gibt es aber nicht. Der Bundesstatt Queensland, der sich bis runter nach Brisbane erstreckt ist sehr grün, zumindest entlang der Küste. Je weiter man ins Landesinnere kommt, desto trockener und bergiger wird es. Ganz im Norden erstrecken sich große Regenwälder die aber mit jedem Kilometer weiter südlich weniger werden. Zu Brisbane an sich kann ich leider nicht wirklich viel sagen, denn ich hatte nur 2Stunden Stoppover. Allerdings hatte ich mir von vielen sagen lassen, dass die Stadt nicht wirklich viel zu bieten hat. Für Arbeitssuchende bietet sie aber wahrscheinlich einen guten Ausgangspunkt. Überquert man die Grenze zu New South Wales, stellt man die Uhr eine Stunde vor.
Die komplette Ostküste bietet kilometerlange Strände, mit weißem Sand und azurblauem Wasser. Besonders die Strände zwischen Brisbane und Byron Bay sind ein Paradies für Surfer. Alles an der Ostküste ist extrem auf Tourismus getrimmt und dementsprechend auch sehr teuer. Wer Party sucht ist hier genau am richtigen Platz, das „wahre“ Australien sucht man hier allerdings vergebens. Bei Reisenden, die genau wie ich zuerst die anderen Teile von Australien gesehen haben, kann schnell das „Das hab ich doch schon einmal gesehen“-Gefühl aufkommen. In der Tat kann die Ostküste in diesem Fall nicht wirklich etwas Neues bieten und ich gehe sogar soweit und behaupte, dass man alles was man hier findet irgendwo anders in Australien noch besser und eindrucksvoller vorfindet. Allerdings muss das jeder für sich entscheiden und ich muss auch zugeben, dass mich an der Ostküste eine gewisse Reisemüdigkeit befallen hat. Alle die die Ostküste gleich zu Beginn ihrer Reise angehen haben wahrscheinlich einen anderen Eindruck davon, da alles noch neu und unbekannt ist. Diesbezüglich hatte ich mich auch schon mit anderen Backpackern unterhalten, und die bestätigen weitestgehend meine Eindrücke.
Sachen die ich trotz dieser „Reisemüdigkeit“ mit guten Gewissen empfehlen kann, sind die Whitsunday Islands, Fraser Island und Byron Bay. Natürlich sollte man auch Sydney nicht außen vorlassen, wenn man schon einmal in Australien ist. Alles andere ist meiner Ansicht nach nicht unbedingt sehenswert, wenn man auch den Rest von Australien sehen will oder schon gesehen hat.

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Sophie Ritters November 6, 2008 um 18:17

Hey Robin,
hast du dich nicht in die Wellen gewagt & zu surfen probiert?

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Karin November 7, 2008 um 11:09

Ein Krimitipp zur Ostküste: Jo Nesbo: Der Fledermausmann
LG K.

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Robin November 9, 2008 um 07:05

Hallo Sophie,

das habe ich leider ich leider nicht, da ich mich mit meinen Finanzen doch ziemlich verplant hatte und das Geld dafür nicht mehr ausgereicht hat 🙁

Grüße,

Robin

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Sophie Ritters November 10, 2008 um 16:10

Oh Robin,
das ist schade. Vielleicht klappt es ein ander Mal? (-:
Viel Spaß noch,
Sophie

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