Frühstück am Pazifik

Heute morgen bin ich am Pazifik aufgewacht. Stanwell Park hat einen wunderbaren Rastplatz direkt am Strand, den wir zum Übernachten angesteuert hatten. Nach Temperaturvorhersagen von bis zu 30 Grad war uns die Entscheidung für einen faulen Tag am Strand leicht gefallen. Wir frühstückten also bei leichter Briese unter blauem Himmel und mit Blick aufs Meer, dessen respektable Brandung die passende Geräuschkulisse lieferte. Bis auf ein paar Surfer und einen Schwarm Möwen war niemand sonst am Strand unterwegs.
Das Baden im Ozean verdiente durchaus das Prädikat „exciting“, zumindest machten es die Wellen mir ostseeerprobter Mitteleuropäerin nicht eben leicht, die Nase über Wasser zu halten.
Allerdings gaben die Hummeln im Hintern zum ersten mal im nun schon länger als einwöchigen Urlaub Ruhe und gestatteten mir einen absolut faulen Tag mit Strandbummeln, Luftgucken, Lesen und Schlafen. Hatte ich bis dahin gar nicht bemerkt, dass ich noch ziemlich aufgedreht war, stellte sich beim Runterkommen endlich eine sehr entspannte Ferienstimmung ein, die mich hoffentlich in den kommenden drei Wochen begleiten wird, und mit der es vollkommen gleich ist, ob wir heute, morgen oder erst übermorgen von A nach B kommen. Oder vielleicht auch nach C.
Was mich übrigens nach wie vor irritiert, sind die Rufe der einheimischen Vögel, die sich oft genug anhören wie elektronische Geräte – manche der Tiere ahmen perfekt das Geräusch einer elektronischen Zentralverriegelung nach, manche ein SMS-Eingangssignal, manche auch Modemgeräusche.

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