Hier ist nichts los

Am nächsten Morgen war das schöne Wetter auch schon wieder vorbei. Ich packte also meine Sachen und verabschiedete mich von den zwei Kanadiern, mit denen ich am Abend vorher noch gequatscht und ein paar Bier getrunken hatte. Bei Picton suchte ich mir wieder einen der Conservation Parks und schlug da mein Zelt auf. Das Wetter war stürmisch und ungemütlich, also schaute ich mir nur kurz in der Stadt um und verbrachte den Rest des Tages im Auto oder im Zelt um zu lesen. Der nächste Tag erwartete mich mit strahlendem Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen. Ich schlenderte durch de Stadt, und setzte mich in den Park, natürlich um zu lesen. Plötzlich tippte mir jemand auf die Schulter, es waren die zwei Kanadier von Okiwi Bay, sie warteten auf die Fähre die sie von Picton aus auf die Nordinsel von Neuseeland bringen sollte. Wir hielten einen kurzen Plausch und dann mussten wir uns auch schon wieder verabschieden. Auch den kommenden Abend verbrachte ich wieder auf dem Conservation Park, diesmal gab es allerdings Kontrollen und ich musste die 6$ Gebühren bezahlen. Am nächsten Tag fuhr ich weiter bis nach Blenheim an die Ostküste. Das Wetter hielt noch durch und ich entschied mich auf dem Robin Hood Conservation Park zu übernachten. Da dieser nur ein ekliges Plumpsklo zu bieten hatte, war ein Gebührenfrei. Allerdings lag er dafür in einer Bucht abseits von Blenheim und an einer Schotterstraße. Viel gab es mal wieder nicht zu tun und so spazierte ich etwas in der Bucht und lies mich noch etwas bräunen. Am nächsten Tag packte ich auch schon wieder meine Sachen und folgte dem Highway 1 in südlicher Richtung durch Blenheim, und der wunderschönen Hügellandschaft, bedeckt mit gelben Gras, dass sich friedlich in der frischen Brise hin und her wiegte. Mal wieder ging es bergauf und bergab, das Wetter war schön und das fahren machte Spaß. Gegen Abend folgte der Highway dann wieder der Küstenlinie und entschloss mich dem erstbesten Schild zu folgen, das mich an den Strand lotste. Eine kleine Schotterstraße brachte mich schließlich an mein Ziel. Hier direkt am offenen Meer wehte eine steifer Wind, doch die Sonne war stark genug um nicht zu frieren. Ich wandert etwas den Strand entlang und genoss die herrliche Landschaft. Leider war es nicht so einfach, denn der Strand bestand ausschließlich aus großen und kleinen Steinen, die immer wieder in meine Sandalen rutschten. Ich entschloss mich hier die Nacht zu verbringen. Auf einem grasbewachsenen Streifen, direkt am Strand, baute ich mein Zelt auf und kochte mir mein Abendessen mit meinem kleinen Campingkocher. Die Sonne ging hinter mir in den Bergen unter und der Wind rüttelte kräftig an meinem 1Mannzelt und während ich versuchte einzuschlafen konnte ich den Wellen lauschen, die immer wieder in sich zusammenfielen. Am drauffolgenden Morgen zogen über die Berge dicke Wolken und auch der Wind hatte noch einmal zugelegt. Ich packte mein Sachen und machte mich wieder auf den Weg. Mein Ziel war Christchurch. Ich hatte für meine letzten Nächte auf Neuseeland ein Hostel mit dem passenden Namen „Kiwi House“ gebucht. Anstatt aber dem Highway 1 zu folgen, bog ich kurz nach Kaikoure auf die Kaikoura Inland Road ein. Wie sich herausstellen sollte eine goldrichtige Entscheidung. Anstatt anlang der Küste ging es wieder hinein in die Bergwelt von Neuseeland. Hier begegnete mir kaum ein Auto und die Landschaft war abwechslungsreich und einfach nur wie dafür gemacht um immer wieder nach links und rechts aus dem Fenster zu starren.
Je näher ich allerdings Christchurch kam, desto dicker wurden die Wolken und in der Stadt regnete es dann auch. Ich war echt froh als ich auf dem Parkplatz des Kiwi Houses einbog. Ich freute mich auf eine heiße Dusche und endlich wieder ein Bett, ich dem ich nachts garantiert nicht frieren würde. Es war ein kleines Hostel, aber dafür sehr gemütlich und sauber und die 18$ die Nacht gingen auch vollkommen in Ordnung.

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