Hummeln im Hintern

Mal wieder hatten wir uns bei den lokalen Pearlingunternehmen und im Job-Office beworben, doch die Reaktionen vielen wenig positiv aus. Auch unser Auto fand wenig Anklang, weder unter den Backpackern noch unter den Einheimischen. Wir wurden nervös. Eigentlich wollten wir nur eines: Weg von hier!!! Bereits am Freitag hielt es Arne nicht mehr aus. Er wollte noch am gleichen Tag einen Flug nach Perth buchen. Schlecht für mich, denn ich hatte noch das Auto an der Backe. Was sollte ich tun? Am liebsten hätte ich mir auch ein Ticket gekauft, doch ich konnte das Auto nicht zurücklassen. Darauf warten bis jemand da Auto kauft konnte noch Ewigkeiten dauern. Das einzig Sinnvolle war es, zu versuchen das Auto irgendwie nach Perth bekommen, und das auf dem schnellsten Wege. Andere Backpacker konnte ich aber nicht mitnehmen, da sie garantiert nicht scharf darauf waren, die ganze Strecke in zwei Tagen durchzufahren. Ich frage Arne, ob wir nicht bis Sonntag warten sollten und wenn sich bis dahin niemand melden würde, würden wir unsere Sachen packen und fahren. Er wollte aber am Montag um 3Uhr morgens unbedingt das Endspiel der Fußballeuropameisterschaft Deutschland gegen Spanien sehen.
Wir fuhren zum Reisebüro. Vor der Tür machte ich Arne einen letzten Vorschlag. Anstatt bis Sonntag zu warten, könnten wir bereits am bereits am nächsten Morgen starten. Wir hatten zwar bis Sonntag im Hostel bezahlt, aber auf die letzte Nacht hätte ich auch verzichtet. Er überlegte lange. Schließlich sagte er: „Scheiß drauf! Lass uns das Auto nach Perth fahren.“. „Bingo!!!“, dachte ich mir, „Rettung in letzter Sekunde.“. Bei einem Subway-Sandwich besprachen wir die Einzelheiten. Wir hatten 2200km vor uns, wir rechneten mit ca. 250$ Spritkosten pro Person (genauso viel würde ein Flug kosten). Um sicher zu gehen, dass wir auch rechtzeitig in Perth ankommen würden, entschieden wir uns, bereits um 5UHr früh loszufahren. Der Plan stand, fehlte bloß noch die Route. Erstmal bis Port Hedland und dann über den Great Northern Highway quer durch das Inland auf direkten Weg nach Perth. Wir wären zwar gern der Küste entlang gefahren, doch der Great Ocean Highway war um einiges länger. Wir hatten keine Ahnung was uns auf dem Weg erwarten würde und ob das Auto überhaupt den Trip überstehen würde. Es war ein Risiko, aber wohl das Beste was wir machen konnten. Perth, wir kommen!

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Mirja Juli 2, 2008 um 20:00

Hallo Robin!
Vor ein paar Wochen habe ich deinen Blog entdeckt und sofort verschlungen!! In drei Wochen geht es auch für mich nach Australien und finde deine Erlebnisse dort daher umso interessanter. Bin schon gespannt wie es bei euch so weitergeht…
lg Mirja

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Robin Juli 3, 2008 um 13:42

Hallo Mirja,

vielen Dank 🙂

Tja, erstmal herzlichen Glückwunsch zu der bevorstehenden Reise. Eines kann ich dir aber schn vorher sagen: Egal wie du dir Australien vorgestellt hast, es ist garantiert anders. Gemachte Pläne können innerhalb von Sekunden verpuffen und prinzipiell kommt inner alles anders als gedacht. Ich wünsche dir auf jeden Fall super viel Spaß (den wirst du garantiert haben) und wenn du Fragen haben solltest kannst du dich gern an mich wenden.

Liebe Grüße,

Robin

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