Kein Job für mich

Am nächsten Tag machten wir uns erneut auf die Suche nach Jobs. Arne wurde in der örtlichen Einkaufspassage fündig. Er bewarb sich auf eine Stelle als Fahrer für eine Agentur, die Reisen in die Kimberleys veranstaltete. Nach einem kurzen Gespräch und einigen Minuten des Zögerns sagte er zu, sich zunächst einmal seine Aufgaben vor Ort anzusehen. Luca und ich fuhren in das nahe gelegene Industriegebiet um weitere Bewerbungen unter das Volk zu bringen.
Luca entdeckte eine Print-Design Agentur, diese stellte für viele in Broome ansässige Unternehmen Logos, Visitenkarten und Werbung in gedruckter Form her. Nach ca. 15min setzte er sich wieder zu mir ins Auto und sagte zu mir: „Ich hab einen Job.“, so als ob er selber noch nicht fassen konnte. Er hatte ja schon in Deutschland für solche Unternehmen gearbeitet und kannte sich daher auch gut aus. Am nächsten Tag sollte er zum Probearbeiten erscheinen. Ich hatte meinen Lebenslauf noch in einer handvoll anderer Unternehmen abgegeben, aber keiner machte mir allzu viel Hoffnung. Wir fuhren zurück zum Zeltplatz. Wenig später traf auch Arne ein. Seine Aufgaben bei diesem Job lagen eigentlich nur darin, mit einem Kleinbus die Reiseteilnehmer am Flughafen abzuholen und sie zu ihren Hotels zu bringen. Dann sollte er den Bus aufräumen und saubermachen. Eigentlich ein leichter Job, doch er hatte noch keine feste Zusage gegeben, da der Job nur 6Stunden pro Tag wäre. Aber es wäre wenigstens ein Einkommen gewesen und nach ein paar Minuten des Diskutierens, hatte sich Arne entschieden den Job anzunehmen. Auch bei ihm sollte es am nächsten Tag losgehen. Die beiden waren guter Laune, ich weniger. Sie fuhren zum Cable Beach, ich dagegen brauchte etwas Ruhe und setzte mich mit meinem Laptop auf meine Lieblingsbank auf unserem alten Campingplatz in den Schatten, schrieb ein paar Internetberichte und ließ die sanfte Briese meinen Gedanken neu ordnen.
Eigentlich war es gar nicht schlimm, ich wollte eh nicht unbedingt in Broome bleiben und wenn ich keinen Job finden würde wäre es nur ein Grund mehr hier zu verschwinden. Am Abend ging es wieder zum Hostel. Vanessa hatte für uns alle eine Lasagne gekocht, super lecker. Dazu gab es ein paar Bier.

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment