Raus aus dem Schuppen

Fast zwei Wochen haben wir in der großen Halle an der Maschine Kartoffeln sortiert. Jeden Tag arbeiteten wir 10 Stunden oder mehr in einzigen großen Staubwolke und sahen nach der Arbeit aus wie die Essenkehrer. Nachdem wir aber fast alle Kisten mit Kartoffeln aussortiert hatten ging es dann endlich auf das Feld. Da Luca, seit wir hier angefangen hatten, immer den Gabelstapler bedienen musste, sollte er jetzt den kleineren von zwei Traktoren bedienen und ebenfalls wieder Kisten stapeln. Dies machte ihm aber wesentlich mehr Probleme als der Gabelstapler, doch er meisterte die Sache recht gut. Arne und ich dagegen mussten auf die Erntemaschine und was für eine Überraschung, wir mussten mal wieder Steine und anderen Abfall aussortieren. Da es die vergangenen Tage geregnet hatte, war der Boden zum Glück so feucht, das kein Dreck aufgewirbelt wurde und wir endlich bei der Arbeit wieder frei durchatmen konnten. Auch Gordon schien hier draußen wesentlich glücklicher zu sein als in der Halle. Verständlich, denn das Feld lag auf einem Hügel und so hatte man einen fantastischen Ausblick auf einen Großteil von Kangaroo Island. Zu erreichen war der Acker über einen Feldweg, der genau gegenüber der Einfahrt zu Gordons Haus lag. Er führte entlang eines anderen Feldes, auf denen hauptsächlich Schafe weideten. Kurz vor einem künstlich angelegten Wald, der aus Bäumen für die Papierindustrie bestand, machte der Weg einen 90Grad Knick nach rechts und immer bergab bis zu einer Senke in der ein kleiner Bach seine Bahn zieht. Nachdem man den Bach überquert hatte folgte ein steiler und rauer Anstieg der einen schließlich nach ein oder zwei weiteren Kilometern über offenes Gelände zum Kartoffelfeld führte. Kaum zu glauben, aber selbst große Trucks mit Anhängern, die die geernteten Kartoffeln in die Halle zur Sortiermaschine bringen, finden ihren Weg hierher. Folgte man den Weg noch ein Stück weiter kam man zu einem künstlich angelegten See, der dazu diente die Felder zu bewässern. Jetzt zum Ende des Sommers war der See allerdings schon zu ca. ¾ ausgetrocknet. Trotzdem reichte der Wasserstand immer noch aus um sich ein paar Yappies zu fangen. Yappies besitzen große Ähnlichkeit mit Garnelen, aber wo genau der Unterschied ist kann ich nicht sagen.

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