Für einen Monat in Australien (Yvonne)

Yvonne reiste für einen Monat durch Australien und hat in diesem Monat viel erlebt. In diesem Kapitel schreibt Yvonne über ihre Erlebnisse in Australien.

  • And the end… Wie alles ausging: Die Erkältung trollte sich wieder, und ich verbrachte meinen letzten Urlaubstag in downtown Melbourne, ohne spezielles Ziel, auf Entdeckungstour. Natürlich knallte am Dienstag die Sonne vom Himmel. Ich hatte Zeit für ein Frühstück im Freien auf der Fitzroy Street und einen letzten Abstecher zum Ozean, der ruhig und unschuldig und sehr blau ...
  • Rausschmeißer Australien will uns loswerden. Es gab in den vergangenen Tagen ein paar untrügliche Zeichen, die diesen Schluss nahe legen. Die Nacht in Torcquay war eine unruhige, weil irgendwann – wir schliefen längst – jemand ziemlich vehement gegen unseren Camper hämmerte. Bis wir uns halbwegs berappelt hatten und vorsichtig durch die Gardinen schielten, war schon niemand ...
  • Great Ocean Road für Fortgeschrittene Ich habe jeden Steinhaufen an der Küste der Great Ocean Road gesehen und frage mich ernsthaft, wieso alle Touristen zu den 12 Apostels stürzen, während andere der gelbroten Kalksteinformationen viel imposanter sind. The Grotto zum Beispiel, oder London Bridge, ein riesiger Triumphbogen im Ozean. Bei ziemlich frischem Wind hatten wir am Donnerstag den ersten Teil ...
  • Es wird Winter Was für eine Arschkälte! Nach einem Tag in den Grampians sind wir heute Abend in Port Fairy und somit wieder am Meer gelandet, wo uns ziemlich kalter Wind den Kopf durchbläst. War es im Gebirge noch schön schwülwarm, scheint hier der Herbst vor der Tür zu stehen. Um die Sache erträglicher zu machen, leisten wir ...
  • Goldrausch Heute Abend habe ich einen kleinen Reisekoller. Wir waren zwei Tage lang kreuz und quer in den Goldfields nordwestlich von Melbourne unterwegs, um uns die Schauplätze des Goldrauschs (Mitte 19. Jahrhundert) anzusehen. Bendigo, Ballarat, Castlemaine, Maldon, Daylesford – man sieht diesen Städten mit ihrer überraschend noblen und monumentalen viktorianischen Architektur an, dass sie einmal groß ...
  • Wo bitte geht’s zur nächsten Dusche? Morgens aus dem Camper fallen, Shorts an, Eier bruzeln fürs Frühstück, ein bisschen frisches Obst dazu, falls Ozean oder See in der Nähe sind, noch ein kurzes Bad, und dann gemütlich weiterreisen – das hat einen kaum zu überbietenden Erholungseffekt. Wir sind alles andere als luxuriös unterwegs, aber wir müssen uns auch nur darum sorgen, ...
  • Lost and found Wir haben unseren Campingkocher verloren. Kaum, dass er einen Namen bekommen hatte (Coleman), war er auch schon verschwunden. Wir bemerkten es, als wir heute abend kochen wollten. Das Fach, in dem Coleman normalerweise steht, war leer. Wir stierten eine Weile hinein – was an der Situation nichts änderte – prüften dann die anderen Fächer und ...
  • Viel Platz, wenig Stadt Canberra ist eine merkwürdige Stadt. Auf jeden Fall ist sie nicht für Fußgänger gemacht. Nachdem ich gestern nach der Ankunft noch optimistisch eingeschätzt hatte, dass man sich alle Sehenswürdigkeiten locker erlaufen kann, musste ich das am Abend gründlich revidieren. Alle Wege sind ewig lang, und Fußwege gibt es auch nur in begrenztem Maß. Laufen ist ...
  • Von verschwundenen Tempeln und Seen Nachdem ich lang und breit das Orakel (meinen lonely planet-Reiseführer) befragt hatte, stand unser Programm für die nächsten Tage fest. Am Freitagmorgen nahmen wir Abschied von unserer Bucht in Stanwell Park, erlaubten uns noch ein Bad im Ozean, packten den Camper und starteten südwärts Richtung Wollongong. Dort wollten wir den größten buddhistischen Tempel der südlichen ...
  • Frühstück am Pazifik Heute morgen bin ich am Pazifik aufgewacht. Stanwell Park hat einen wunderbaren Rastplatz direkt am Strand, den wir zum Übernachten angesteuert hatten. Nach Temperaturvorhersagen von bis zu 30 Grad war uns die Entscheidung für einen faulen Tag am Strand leicht gefallen. Wir frühstückten also bei leichter Briese unter blauem Himmel und mit Blick aufs Meer, ...
  • On the road Seit Dienstag sind wir mit unserem Camper unterwegs. Robin sagt, er liegt auf der Straße wie eine Schrankwand, aber er steuert ihn souverän durch den Linksverkehr. Er hat sich auch schnell an die vertauschten Armaturen gewöhnt und betätigt nicht mehr den Scheibenwischer, wenn wir abbiegen wollen. Ich sitze daneben und lese Karte, was wider Erwarten ...
  • In Flip Flops unterm Weihnachtsbaum Während Robin öfter mal eine ruhige Kugel schiebt, habe ich wie immer Hummeln im Hintern und streune durch die Stadt. Der Jetlag ist inzwischen so gut wie Geschichte, sodass ich wieder aufnahmefähig bin. Allein unterwegs, kann ich hervorragend in der Luft herumgucken, Fotos schießen und überall stehen und sitzen bleiben, um Leute zu gucken. Das habe ...
  • Lost in time Wie verpeilt kann man eigentlich sein? Diese Frage stelle ich mir seit zwei Tagen ständig. Die Antwort: Es geht immer noch heftiger. Der 24-Stunden-Flug und die Zeitumstellung (immerhin zehn Stunden) haben mich in einen Zustand dauerhafter geistiger Abwesenheit versetzt. Dazu kommen die ungewohnt sommerlichen Temperaturen: Nach einem moderaten klimatischen Einstieg gestern ging das Thermometer heute ...