Schnabeltier

Das Schnabeltier mit dem lateinischen Namen Ornithorhynchus anatinus kommt nur in Australien und teilweise in Nigunea vor und ist ein eierlegendes Säugetier. Vor etwa 200 Jahren wurde dieses entdeckt und von den Seefahrern erst als eine „Fälschung“ angesehen.
Auf einer Reise nach Australien solltest du mindestens einmal solch ein seltenes Tier sehen. Besonders oft findest du sie auf deiner Reise an den Südwassersystemen im Osten und Südosten von Australien. In der Region Victoria, Queensland, Tasmanien und New South Wales. Besonders gerne mögen Schnabeltiere sauberes Wasser, ob fließende oder stehende Gewässer ist ihnen dabei egal. Schnabeltiere haben ihren Lebensraum im Wasser, sowie an Land. Ruhige Gebiete an Gewässern sind dabei ihre Vorzugsgebiete. Während der Dämmerungs- und Nachtzeit erwachen sie und sind am aktivsten. Solltest du also vorhaben eines in freier Wildbahn beobachten zu wollen, solltest du dies im Juli bis Oktober, während der Nachtzeit an Gewässern tuen.

Hier einige interessante Infos über das Leben der Schnabeltiere für deine Entdeckungstour:

Körperbau und Aussehen eines Schnabeltiers

Schnabeltiere erreichen in der Regel eine Länge von 30 bis 40 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 1 bis 2,5 Kilogramm. Der lange und platte Schwanz erreicht zudem eine Länge von etwa 10 bis 15 Zentimetern. Die Männchen sind etwa dreimal so groß wie die Weibchen. Der Körperbau ist stromlinienförmig und sehr platt, da sich das Tier im Wasser aufhält. Der Körper ist somit dem Wasser angepasst. Der Körperbau hat sehr große Ähnlichkeit mit dem eines Bibers, jedoch sind die Beiden nicht näher verwandt. Das Schnabeltier besitzt am Schwanz und Körper ein wasserabweisendes Fell, welches braun gefärbt ist. An den Füßen hat das Tier Schwimmhäute, die zum Schwimmen genutzt werden. Die Besonderheit des Schnabeltieres ist, dass es zu der seltenen Ordnung der Kloakentiere gehört. Dies ist der Grund dafür, dass sich die Ausscheidungsorgane und Geschlechtsorgane an der selben Öffnung befinden, der sogenannten Kloake. Es gibt nur noch wenige lebende Kloakentiere, sodass es sich nicht feststellen lässt, ob die zweite Besonderheit, die niedrige Körpertemperatur von 32 Grad Celsius, ebenfalls ein Merkmal der Kloakentiere oder eierlegender Säugetiere ist.
Die Lebenswerwartungen eines Schnabeltieres liegen bei 5 bis 8 Jahren, dies sind jedoch nur Schätzungen. Das älteste Tier wurde 7 Jahre, jedoch nur in Gefangenschaft.

Nahrung der Schnabeltiere

Schnabeltiere sind Fleischfresser und suchen sich ihre Nahrung im Wasser. Bevorzugt fressen die Tiere Krabben, Insektenlarven und einige Würmer. Mit Hilfe Ihres Schnabels und den starken Lungen fangen Sie diese. Bis zu zwei Minuten können sie untertauchen ohne Luft zu holen. Mit dem Schnabel wühlen Sie im Boden oder werfen Steine um, wodurch sie besser an die Beute gelangen. Die Schnabeltiere besitzen sehr fein ausgeprägte Elektrorezeptoren, die schwächste elektrische Felder erfühlen. Mit Hilfe dieser Rezeptoren könne Sie die Beute fangen, ohne die Augen unter Wasser öffnen zu müssen. Wenn die Beute durch Muskelbewegung kleine elektrische Felder schafft, spürt das Schnabeltier mit den Tastkörperchen dies sofort. Mit Hilfe dieser genauen Funktionen kann das Schnabeltier die Entfernung und die Zeit bis es die Beute erreicht genaustens feststellen und zuschnappen. Die Beute wir dann mit Hilfe der Backentaschen an Land gebracht und gefressen.

Feinde des Schnabeltiers

Die natürlichen Feinde des Schnabeltieres sind zum einen der Murray- Dorsch, eine australische Barschart, ,die bis zu 1,80 Meter lang werden kann, große Greifvögel, wie Adler, Buntwarane, Teppichpython und teilweise nicht australische, eingeschleppte Tiere, wie Rotfüchse. An den Jungtieren der Schnabeltiere vergreift sich die Goldbauch- Schwimmratte sehr gerne. Ebenfalls ein Tier, das nur in Australien zu finden ist. In Körperbau und Lebensweise gleicht sie dem Schnabeltier und schleicht sich daher in die Nester der Schnabeltiere und raubt diese aus.

Verhalten und Lebensweise

Schnabeltiere sind zwar Land- und Wassertiere, verbringen aber die meiste Zeit im Wasser. Deshalb sind sie auch ausgezeichnete Schwimmer. Ihr Körper ist beiden Lebensweisen angepasst. Unter Wasser benutzen die Tiere ihren Schwanz zum Steuern und die Vorderbeine zum Paddeln. Die Augen und Gehörgänge sind während des Tauchen geschlossen. An Land werden Sie geöffnet, dort findet man sie meist in Erdlöchern in Wassernähe. Mit Ihren Vorderbeinen graben sie diese kleine Erdöcher relativ flink. Wenn es kälter wird verfallen die Tiere oft in eine sogenannte Winterstarre, die meherere Tage andauern kann. Man nennt diese auch Torpor.

Fortpflanzung

Während des Spätwinters im Juli bis Oktober findet die Paarungszeit der Schnabeltiere statt. Die Männchen umwerben dabei ein Weibchen. Um die Konkurrenz abwehren zu können, besitzen die Männchen Giftsporren in den Hinterbeinen, die bei Bedarf ein Gift absondern. Die bis zu 15 Millimeter großen Sporen haben die Männchen seit ihrer Geburt, das Gift jedoch wird nur während der Paarungszeit produziert. Für Menschen ist das Gift nicht tödlich. Es sorgt für sehr schmerzhafte Schwellungen, welche oftmals einige Monate anhalten. Man geht davon aus, dass das Gift auch gegenüber Rivalen nur Schmerzen bereiten und nicht den Tod herbeiführen soll. Während der Paarung schwimmen das Männchen und das Weibchen an einander gebissen im Kreis. Das Männchen befruchtet das Weibchen, indem es seinen Penis in die Kloake des Weibchens führt. 12 bis 14 Tage später legt das Weibchen drei weiße Eier, die es in einem vorher erbauten Nistplatz platziert. Dies sind oftmals 20 Meter lange Erdlöcher. 10 Tage lang brütet das Weibchen, bis aus den Eiern nackte, blinde und 25 Millimeter große Jungtiere schlüpfen.
Mit dem Milchfeld, welches umfunktionierte Schweißdrüsen sind, werden die Jungtiere gesäugt. Da es ein Feld und keine Zitzen sind, lecken die Tiere die Milch vom Milchfeld. Etwa fünf Monate zieht die Mutter die Tiere auf, der Vater beteiligt sich nicht daran.
Vor einiger Zeit fand man heraus, dass die Schnabeltiere zehn Geschlechtschromosomen haben, im Gegensatz zu allen anderen Säugetieren. Im Normalfall besitzen diese zwei Chromosomen. Die Weibchen zwei X-Chromosomen und die Männchen ein X- und ein Y- Chromosom. Der Chromosomensatz der Schnabeltiere ähnelt sehr dem der Vögel. Trotzdem wird das Schnabeltier weiterhin zu den Säugetieren gezählt.

Fazit

Wenn du in der freien Wildbahn kein Schnabeltier sehen solltest und aber unbedingt noch eines sehen möchtest, kannst du das in einer der Wildparks oder Zoos in Australien tun. Viel Erolfg beim Suchen!

{ 4 comments… read them below or add one }

budde,svenia Mai 10, 2012 um 13:55

hi ich find es ja ganz schön die information aber ich finde es etwas zu lang könnten sie es vielleicht kürzer machen danke

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christiana November 17, 2012 um 17:17

oha es gibt schnabeltier in echt oha geill :O

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jule meier Januar 3, 2013 um 11:01

hallo ich habe eine frage was sind die gewohnheiten des schnabelstiers ?

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Musa Januar 10, 2013 um 14:54

ich finde das super

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