Und warten…

Noch einmal richtig den Bauch beim Frühstück vollgeschlagen, und dann mussten wir auch schon das Claremont verlassen. Schon zu dritten Mal schleppten wir unser ganzes Gepäck quer durch Melbourne um in ein anderes Hostel einzuchecken. Das Cooee ist ein sehr sauberes und jugendlich eingerichtetes Hostel, dass mehr Wert auf Qualität legt und nicht so sehr auf Quantität wie das Greenhouse. Allerdings bietet es keinen Frühstücksservice an. Es liegt im Stadtteil St. Kilda und damit nur einen 10min Fußmarsch vom Strand entfernt. Da wir in den nächsten Tagen nicht wirklich etwas zu tun haben werden, werden wir den Strand wohl öfters sehen. Das Wetter war in letzter Zeit nicht wirklich so schön, aber so konnte ich wenigstens meiner leicht geröteten Haut etwas Ruhe gönnen.

Wir machten es uns auf der hauseigenen Terrasse gemütlich und besprachen wo wir uns bei Adelaide am besten Arbeiten suchen sollten. Wir hatten erfahren, dass es in Mildura Fruitpicking Jobs gibt. Kaum hatten wir das ausgesprochen meldete sich ein Kerl, der an einem anderen Tisch saß und wohl zufällig unser Gespräch mit angehört hatte, zu Wort. „Mildura könnt ihr voll vergessen, wir kommen gerade von da.“ Er und ein paar andere setzten sich mit zu uns an den Tisch. Er stellt sich als Arne aus Bremen vor. Er traf vor drei Wochen mit einer Reiseorganisation in Australien ein und die Jobs von Mildura wurden ihnen von dieser Organisation vermittelt. Nach einem Tag Arbeit waren die Jobs dann wohl seltsamerweise nicht mehr verfügbar und sie mussten wieder aufbrechen. Sie hatten allerdings schon neue Jobs in Aussicht, die weniger anstrengend und auch noch besser bezahlt sind. Allerdings wussten sie nicht wie sie dahin kommen sollten. Da wir ein Auto hatten und noch Mitfahrer suchten, boten wir ihnen an sie zu ihren Jobs zu fahren. Im Gegenzug dafür wollten wie am nächsten Tag mit ihrem Arbeitgeber sprechen, ob auch noch zwei weitere Jobs für uns frei sind. Ein sehr fairer Handel, wie ich fand.

Wir holten die Flasche Wodka aus unserem Zimmer die wir noch aus dem Duty Free Shop am Flughafen in Dubai hatten. Sie spendierten ein paar Flaschen Bier und Chips. Ihr könnt euch ja denken wie der restliche Abend dann ablief.

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