Aus dem Paradies geworfen

Wir liebten unseren Campingplatz, das einzig Gute, was uns bis dahin in Broome passiert war. Als ich mal wieder im Büro des Campingplatzes verlängern wollte, sagt die Frau zu mir: „Tut mir leid, aber ihr könnt nicht verlängern, ihr müsst morgen früh hier raus.“ Ich dachte mein Englisch ließ mich gerade am Stich, denn das was ich da hörte konnte eigentlich nicht sein. Ich fragte nach dem Grund. „Ihr seid bereits 3Wochen hier, länger darf niemand bleiben.“ Wieder traute ich meinen Ohren nicht. Wir hatten immer bezahlt und waren nie negativ aufgefallen. Ich erzählte es den anderen. Niemand von uns verstand so recht den Grund. Wir fragten gemeinsam nochmals nach. Diesmal erklärten sie uns, dass sie niemals Leute zu lange auf ihrem Platz behalten würden, einfach nur damit das Umfeld stetig wechselt und immer wieder neue Leute auf den Platz kommen können. Da der Campingplatz aber alles andere als ausgebucht war, ergab auch diese Erklärung keinen wirklichen Sinn. Geknickt suchten wir uns eine neue Unterkunft. Da aber alle anderen Plätze viel zu teuer waren, beschlossen wir auf den Mangrove Campingplatz zu gehen. Der gehörte zu unserem alten Campingplatz, doch er war nicht halb so schön. Hier lebten nur Backpacker mit ihren Zelten. Es gab keinen Stromanschluss und die sanitären Einrichtungen waren einfach nur eklig. Außerdem kostete er uns auch noch 1$ mehr pro Person und Tag. Kurz gesagt, wir hassten ihn. Wir wurden aus dem Paradies in die Backpackerhölle vertrieben. Das war der Zeitpunkt an dem uns klar wurde, dass etwas passieren musste.

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Arne August 22, 2012 um 00:44

wie hieß der camping platz?

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