Es geht rund

Nach 3Wochen des Nichtstuns beschlossen wir aktiv zu werden. Wir zogen uns gute Klamotten an, und fuhren zu jedem Restaurant, Shop, Firma oder Hostel um uns Jobs zu suchen. Egal was, Hauptsache wir verdienten etwas Geld um uns über Wasser halten zu können. Gleichzeitig beschlossen wir auch unser Auto zum Verkauf anzubieten. Es wurde Zeit die einzige Sache, die uns aneinander fesselte loszuwerden. Irgendwo zu dritt einen Job finden war eh so gut wie aussichtslos, und so recht wollten wir das auch nicht. Da wir noch Zeit hatten, setzten wir den Verkaufspreis mit 6200$ für Auto plus Campingzubehör ziemlich hoch an. Wer weiß, vielleicht findet sich ja jemand der bereit ist, dass zu bezahlen. Wir machten uns aber wenig Hoffnungen. Am Abend waren wir kaputt und genervt von der Jobsuche. Fast überall mussten wir zu unserem Lebenslauf noch zusätzliche Unterlagen ausfülle, dabei handelte es sich aber immer um die gleichen Fragen und man brauchte jedes Mal einen menge Zeit dafür. Wir fuhren wieder zum Hostel um die anderen zu treffen. Wir hatten ein paar Bier und versuchten uns auf andere Gedanken zu bringen.
Am Tisch saß auch Bastian, ebenfalls ein Deutscher der bei McDonalds arbeitete. Er meinte er hätte uns gesehen, wie wir uns bei McDonalds beworben hätten. „Wunderbar.“, dachte ich. Ein Insider kann mir sicherlich helfen den Job zu bekommen. Wir quatschten etwas. Er war in meinem Alter und er erzählte mir, dass er vor ein paar Jahren mit dem Roller durch Süd-Ost-Asien gefahren wäre, und dass er davon träumt Südamerika zu bereisen, entweder mit dem Motorrad oder mit dem Auto. Ich war begeistert, denn ich hatte fast genau den gleichen Traum, nur dass ich gern auf der Panamericana von Alaska nach Feuerland fahren würde. Genau wie ich hatte er keine konkreten Pläne, aber wer weiß, vielleicht könnte man eines Tages gemeinsam dieses Abenteuer planen.
Ebenfalls plante ich mit John, Richi, Vanessa und Gita einen Ausflug. Es wäre zwar teuer geworden, doch wenigstens würde man mal rauskommen. Nach ewigen hin und her und endlosen Diskussionen über Länge und Ausflugsziel konnten wir uns endlich darauf einigen, nur eine kleine Tour zur Pearlfarm Willie Creek und Umgebung zu machen. In zwei Tagen sollte es losgehen.

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